Eine Ausstellung wird zur Dauerausstellung: Das «Museum der Sinne» im IBZ Landschlacht ist eröffnet

Im Rahmen einer beeindruckenden Eröffnungsveranstaltung am 13. September 2015 wurde das „Museum der Sinne by Türel Süt“ feierlich eingeweiht. Ungefähr hundert Interessierte von nah und fern waren mit Begeisterung mit dabei.

So auch „hoher Besuch“: Der Botschafter der Republik Türkei, Herr Gücük hat es sich nicht nehmen lassen, aus Bern anzureisen. Genauso wie die Leiterin des türkischen Generalkonsulates in Zürich, Frau Oral. Die Republik Türkei unterstützt das Projekt ihres Bürgers Türel Süt mit einem namhaften Betrag. Es handelt sich um das allererste Projekt, das innerhalb der Schweiz auf diese Weise gefördert wird.

Aber auch die Gemeinde Münsterlingen, vertreten durch den für kulturelle Angelegenheiten zuständigen Gemeinderat, Herrn Stefan Egger, unterstützt das neue „Museum der Sinne“ im IBZ Landschlacht. Stefan Egger betonte denn auch den touristischen Wert einer solchen Attraktion, die im Bereich Events für Gruppen eine Bereicherung im touristischen Angebot der Region Kreuzlingen / Thurgau darstellen wird.

Roland Gruber, Vizedirektor des IBZ und selber stark sehbehindert dankte dem Künstler dafür, dass er Kunst für Menschen mit einer Sehbehinderung zugänglich macht. „In gewöhnlichen Museen und Ausstellungen müssen wir Blinde und Sehbehinderte stets aufpassen, dass keine Alarmanlage losgeht, wenn wir nahe an die Kunstwerke heran gehen. Türel Süts Kunst können wir sogar erleben, ohne dabei auf eine Begleitperson angewiesen zu sein, und das ist eine grosse Qualität“. Gruber sprach seinen Dank allen Unterstützerinnen und Unterstützern des Projekts aus.

Walter Kuhn, Präsident der Stiftung Internationales Blindenzentrum Gebhardshöhe betonte, dass sich die Stiftung mit Vehemenz dafür einsetzt, Blinden und Sehbehinderten und Menschen mit anderen Behinderungen weiterhin eine günstige Ferien- und Weiterbildungsmöglichkeit in einem optimalen Umfeld anbieten zu können. Das IBZ ist jedoch offen für alle Gäste, auch für Gäste ohne Handicap, und die Öffnung des Hauses mit seiner Gastronomie ist dem Stiftungsrat ein zentrales Anliegen.

Türel Süt ist ein zeitgenössischer Community-Künstler. Mehrfach hat er bereits im IBZ Landschlacht ausgestellt. Seine Werke unter dem Titel „sense the Colours“ sind tastbar, zum Teil können sie er-riecht werden, und dank Audioguides gibt es hörbare Audiobeschreibungen und Tiergeräusche. Sogar eine Wärme-Kälte-Installation gehört zur Ausstellung: Damit kann am Beispiel der Eisbären der Klima-Effekt deutlich gezeigt und auch von Menschen ohne Sehrest verinnerlicht werden.

Türel Süts Ziel ist es, Kunst zugänglich zu machen für ALLE, auch für Menschen, die nicht sehen können. Im IBZ Landschlacht und an anderen Ausstellungsorten waren bereits Hunderte von blinden und sehbehinderten Ausstellungsbesuchern begeistert von Türel Süts einzigartiger Kunst.Foto: Türel Süt ertastet seine Werke mit verbundenen Augen

Für seinen grossen Einsatz für Blinde und Sehbehinderte hat ihm das IBZ Landschlacht im Jahr 2014 eine Art «Award» übergeben.
Türel Süt ist türkisch-englischer Doppelbürger. Er wohnt mit seiner Familie in Konstanz.

Das „Museum der Sinne“ kann ab sofort auf Voranmeldung für Gruppen ab 10 Personen gebucht werden: Telefon 071 694 61 61 oder per E-Mail.

Der Ausstellungsraum befindet sich im Gebäude der Blindenbibliothek der CAB auf dem IBZ-Grundstück gelegen.

„Sense the Colours“ ist nicht nur für Blinde und Sehbehinderte interessant. Der Künstler hat in den letzten Monaten den Bereich Wahrnehmung über die Augen (z.B. mit optischen Täuschungen) stark ausgebaut. Gerade auch Gäste ohne Sehbehinderung werden die Ausstellung mit anderen Augen verlassen….

Text: Roland Gruber


zur Homepage des Künstlers Türel Süt

TV-Beitrag, ausgestrahlt von TELE TOP am 13.9.2015 (Autor: Thomas Riner)

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